Corona Faktencheck KW 51 2020

Ein weiterer Beitrag unseres Mitgliedes Pierre Mack:

heute wieder Neues von der Schwurblerfront: 
Ich persönlich bin kein großer Fan von Reality-Formaten, von Doku-Soaps, Trivialbespaßung und Ähnlichem. Und ich kann schwer nachvollziehen, warum so viele Menschen sich dem hingeben. Mein Fernsehkonsum beschränkt sich schon seit langem auf Nachrichten, Reise-, Mensch- und Tierdokumentationen und ab und an mal einen guten Film. Aber ich kann gut nachvollziehen, weswegen andere Menschen diese Unterhaltungsindustrie füllen. Sie wollen und müssen Geld verdienen. Und so ist es wohl auch gekommen, dass Michael Wendler und seine Frau Laura zu Stars der Szene avancierten. Umso größer war der Knall, als Michael Wendler sich mit dem Hinweis auf die laufenden Medien- und Politkasten-induzierte CORONA-“Pandemie” abwendete. Egal, welche Hintergründe noch eine Rolle gespielt haben könnten (es wird doch einiges von den Zurückgewiesenen kolportiert), seine Haltung für Meinungsfreiheit verdient meinen Respekt. Im Gegensatz zu Michael Wendler hat es “unsere” Kanzlerin nicht so mit der Meinungsfreiheit. Sie steht offenkundig vielmehr auf Gefälligkeitsäußerungen von Hofschranzen und Apparatschiks:
https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-mittagsmagazin/corona-bundestag-debatte-angela-merkel-100.html

https://www.welt.de/politik/deutschland/article221568228/Corona-Wo-landet-Europa-nach-dieser-Pandemie-fragt-sich-Merkel.html

https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/kanzlerin-corona-leugner-und-querdenker-angriff-auf-unsere-ganze-lebensweise-a3403976.html

https://reitschuster.de/post/kanzlerin-erklaert-kritiker-zum-fall-fuer-den-psychologen/ 

Man könnte diese link-Liste nahezu endlos erweitern, um die sich selbst disqualifizierenden Aussagen der Heerscharen von abhängig beschäftigten Journalisten, Politikern, Beamten und Angestellten der öffentlichen Verwaltung zum Thema Meinungsfreiheit, Respekt und Toleranz. Nun aber zu den aktuellen Zahlen. In der KW50 greift die Teststrategie voll. Die von den Laboren gemeldeten Testzahlen liegen bei 1,466 MIO und damit wieder auf dem Niveau von vor der Strategieumstellung. Immerhin wurde die dritthöchste Testzahl vermeldet. Herausgekommen sind damit 168.483 positiv Getestete und eine Quote von 11,5%. Das ist wirklich viel. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass mit der Umstellung nun gezielter getestet wird. Sinnigerweise endlich wesentlich intensiver die Bediensteten in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Und es werden häufiger die Schnelltests eingesetzt. Deren Ergebnisse werden allerdings nicht an das RKI gemeldet. In der Folge ist anzunehmen, dass die Dunkelziffer der unerkannten Fälle deutlich sinkt, die PCR-Testpositivenquote des RKI aber auch steigt. Nur leider erzählt das keiner der Verantwortlichen. Der interessierte Leser erkennt es allerdings recht gut an dem erstaunlich steilen Anstieg in der Grafik mit den Testzahlen auf der einheitlichen Basis von 1,5 MIO Tests. Was die PCR-Testzahlen längst nicht schaffen, sollen die dramatischen Todeszahlmeldungen richten. Das können sie aber nur bedingt! Zum einen, weil die offiziellen DESTATIS-Zahlen nur bis KW46 reichen. Zum anderen, weil sich auf Basis der in vergangenen Woche mit oder an CORONA verstorbenen 3.015 Menschen eine Gesamtsterblichkeit von bis zu 21.500 Menschen pro Woche bis KW50 erwarten lässt. Das ist natürlich viel und alles andere als beruhigend. Aber es ist eben auch deutlich unterhalb der Spitzenwerte, die es bspw. im Frühjahr 2017 und 2018 gegeben hat. In den Jahren davor, also 2016, 2017 und 2019, gab es übrigens jeweils eine geringere Sterblichkeit. Hinsichtlich der Intensivbettenauslastung wurde eigentlich in den vergangenen Wochen alles gesagt. Mittlerweile scheint die partielle Panikmache einzelner Eiferer selbst den Medizinern nicht mehr geheuer zu sein, so dass Berichte über eine Klinik von dieser selbst überprüft werden müssen: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/119455/Saechsische-Klinik-prueft-Berichte-zu-Triage-bei-Coronapatienten
Natürlich, die Intensivbettenauslastung ist mit 22.530 aktuell recht hoch. Und wer mag, kann im Internet recherchieren und selbst fündig werden, dass so etwas zur jährlichen Grippewelle offenkundig dazugehört:
https://www.ruhrnachrichten.de/dortmund/intensivstationen-meldeten-nichts-geht-mehr-1269870.html

https://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Grippewelle-in-Leipzig-bringt-Krankenhaeuser-an-ihre-Grenzen

https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/deutschland-grippe-legt-krankenhaeuser-und-aemter-lahm-a-1198398.html 
Besonders knapp wird es dieses Jahr nur, weil gleichzeitig munter freie Betten gegen den Bedarf abgemeldet werden müssen. Die Verantwortung dafür trägt unsere Politik selbst. Mich erinnert dieses Szenario dann doch ganz deutlich an den Dieb, der auf einmal schreit: “Haltet den Dieb!” Die Problematik selbst ist schon lange bekannt: https://www.aerzteblatt.de/archiv/205989/Intensivmedizin-Versorgung-der-Bevoelkerung-in-Gefahr 
Diese Zeche zahlen müssen wir aber alle mal, wenn auch, wie jeder sicher hofft, etwas später. Es manifestiert sich mit Blick auf die Altersgruppen weiter, dass die “Pandemie” eigentlich nur ein “Marktbereinigungseffekt” ist. Der Anteil der über 80jährigen an den Verstorbenen steigt nun signifikant an. Der der 70jährigen bleibt hingehen sichtbar unterdurchschnittlich. Alle anderen Bevölkerungsgruppen sterben, wie es eben passieren kann, auch mal früher.

CORONA-Faktencheck_201217.pdf